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Hochseeklima
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| In der Brandungszone (hier am Nordstrand) wirkt das Hochseeklima der Insel besonders intensiv. Nicht nur Allergiker und Asthmatiker
können befreit auf- und durchatmen.
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Nur auf den Inseln Borkum und Helgoland herrscht Hochseereizklima, auf allen anderen ost- und nordfriesischen Inseln wird
vom milderen Seeklima gesprochen. Borkum ist die westlichste der ostfriesischen Inseln und liegt ca. 55 km vom Festland entfernt
in der Emsmündung.
Schonfaktoren
Zu den Schonfaktoren zählen die Reinheit der Luft, die ausgeglichenen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Die Luft auf der Insel Borkum ist allergen-, pollen- und schadstoffarm. Auf Grund der nahen geographischen Nähe zum Golfstrom unterliegt Borkum in besonderem Maße seiner Wärmeeinwirkung. Die Temperaturen
sind hier gegenüber dem Binnenland ausgeglichener, auch sind nur geringe Schwankungen zwischen Tag und Nacht vorhanden. Diese
geringe Schwankungsbreite ist ein schonender Faktor für die Regulation des Wärmehaushaltes, für Funktionen der Haut, der Schleimhäute
und der Atemwege. In den Sommermonaten herrschen relativ frische Temperaturen (jedoch auch milde Nächte), während in den Wintermonaten die Temperatur
meistens noch über O° Celsius liegen.
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Reizfaktoren
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Zu den Reizfaktoren zählen Wind und Sonneneinstrahlung. Durch den Wind erfolgt eine hohe Abkühlung, welche im Körper die Wärmeregulation in Gang setzt. Um den Wärmeverlust einzuschränken,
wird die Hautdurchblutung angeregt. Außerdem kommt es zu einer Stoffwechselsteigerung und Produktion von Wärme. Die Sonneneinstrahlung hat eine besondere Qualität (je zur Hälfte direkte Einstrahlung und Streustrahlung), im Hochseeklima
liegt eine Anreicherung von UVA-Strahlen vor. Die UV-Strahlung dringt durch die Haut und setzt dabei folgende Reaktionen frei: Hemmung der Zellteilung und von Entzündungen,
sowie Produktion von Vitamin D. Die Wirkung auf den Gesamtorganismus ist wie folgt zu beschreiben:
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- Förderung der Abwehrmechanismen, wie z.B. Wundheilung, Infekte
- Erhöhung der Leistungsfähigkeit durch verbesserten Sauerstofftransport
- starker, entzündungshemmender Effekt in Kombination mit den Spurenelementen aus Meerwasser und Schlick
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Spezifische Klimafaktoren des Hochseeklimas
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Ein spezifischer Klimafaktor ist das maritime Aerosol. In der Nähe der Brandungszone ist die Meeresluft besonders staub-, keim- und allergenarm und weist einen hohen Feuchtigkeitsgehalt
auf. Der Wind trägt die feinsten, zerstäubten Meerwassertröpfchen durch die Luft. Die höchste Konzentration ist in der Brandungszone
und innerhalb des Spülsaumes zu finden. Ein weiterer Vorteil ist der Jodgehalt der Luft. Dieser spielt eine wichtige Rolle beim Stoffwechsel und bei Durchblutungsvorgängen.
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Abhärtung
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Für infektanfällige Personen, die zur Erkrankung der Atemwege neigen und Asthma bronchiale- bzw. Hautpatienten ist die Abhärtung
und Normalisierung der Hautdurchblutung ein wichtiger Faktor. Klimatherapie im Hochseeklima bedeutet eine systemische Anwendung von Kälte. Zur Verbesserung der Abhärtung werden wiederholt
kurze Kältereize eingesetzt, wie das bei Luftbädern und Seebädern möglich ist. Kälte verbessert die Reaktion der Blutgefäße in der Haut und die Wärmebildung. Ergebnisse einer systemischen Abhärtung sind lebhafte Stoffwechselvorgänge, so dass der Organismus nicht mehr empfindlich
reagiert auf geringe thermische Schwankungen im Milieu. Die Abhärtung ist erreicht, wenn ein Organismus auf ändernde Reize mit sparsamen Reizen antwortet, d.h. bei Kälte nicht gleich
friert und bei Wärme nicht gleich schwitzt.
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Nebennierenrinde
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Durch die Aktivierung des Stoffwechsels kommt es auch zur Anregung der Funktion der Nebennierenrinde (Cortison). Die Hormone der Nebennierenrinde greifen in das Geschehen der Infektabwehr ein (besonders wichtig bei allergischen Erkrankungen,
Asthma bronchiale und Ekzem). Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung des Gesundheitszustandes.
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Zusammenfassende Charakteristika des Hochseeklimas
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- Direkte Sonneneinwirkung
- Hoher Luftfeuchtigkeitsgehalt
- Feinstes Meereswasseraerosol mit zahlreichen Spurenelementen und Jod
- Schadstoffarme Reinluft: Armut an Allergenen (Pollen, Staub) und Keimen
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